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Methodik

Definition
Der Methodik der Leibesübungen obliegt in erster Linie die Aufgabe, zu jedem vorgegebenen Ziel einen Bezug auf das Ziel adäquaten und optimalen Weg zu suchen.


Dabei wird unterschieden in

  • allgemeine Methodik
    höhere Abstraktionsebene
    beschäftigt sich mit allen praktischen Lehrverfahren, mit allen Sportarten
  • spezielle Methodik 
    untersucht Bedingungen und Verhältnisse in den einzelnen Disziplinen und stellt Leitwege und Forderungen auf
    gliedert z.B. in Methodik des Basketballs, des Schwimmens,...
    es wird vor allem die Struktur der Sportart als Bezugsgrundlage berücksichtigt

Welche Vermittlungs- und Lernmethoden stehen zur Verfügung?

  • Lernmethode
    Vozeigen, Demostrieren, Nachmachen; Erklären steht im Vordergrund
  • Arbeitsmethode
    eigenständiges Erarbeiten steht im Vordergrund
  • Ganzheitsmethode
    Gesamtbewegung steht im Vordergrund
    (z.B bei Korbleger oder Taktik)
  • Zergliederungsmethode
    Teilbewegung steht im Vordergrund
    (z.B bei Korbleger oder Taktik)

Vorstellung der allgemeinen Grundsätze der Methodik

  • vom Leichten zum Schweren
    Bsp: Erlernen des Standwurfs (vgl. Training im Kinder- und Jugendalter)
  • vom Einfachen zum Komplexen
    Bsp: Der Korbleger und seine Variationen (s.u.)
  • vom Bekannten zum Unbekannten
    Bsp: Vom Wurf zum Sprungwurf
  • vom Groben zum Feinen
    Bsp: Trainingsplanung: Rahmenplan BBW/DBB -> Jahresplanung -> Planung der Einheit (vgl. Planung einer Trainingseinheit)

Die auf denGrundsätzen der Methodik basierenden Maßnahmen müssen

  • altersgemäß
    (Unterschied zwischen Erwachsenen- und Jugendtraining),
  •  entwicklungsgemäß
    (Unterschied zwischen Anfängergruppe und Leistungsgruppe),
  •  sachgerecht,
    die Eigentätigkeit fördernd,
  •  anschaulich
    (vorallem in Kinder- und Jugendtraining) und
  • lebensnah sein.

Für die Vermittlung stehen verschiedene methodische Hilfsmittel zur Verfügung

  • verbal (reden)
  • optisch (Pass, Spieler bewegt sich)
  • akustisch/rhytmisch (klatschen, pfeifen)
  • taktil (berühren)
  • material/phychisch (Hils- und Sicherheitsstellung)
    Es sind spielnahe Hilfsmittel zu wählen!

Grundregeln der Fehlerkorrektur

  • altersgemäße Korrektur
    Kinder lernen anders als Erwachsene
  • vom Zeitpunkt richtig korrigieren
  • psychologisch richtig korrigieren
    es ist wichtig, ob ich den Spieler vor der Gruppe verbessere oder einzeln
  • am Leistungsstand des Athleten angepasst korrigieren
  • Hauptfehler erkennen und verbessern
    Ball prallt beim Korbleger z.B. weit vom Korb ab => Springt der Spieler weit statt hoch?
  • nach der Korrektur die Bewegung wiederholen lassen
    auch wenn die Korrektur nur teilweise umgesetzt wurde
    => Athleten loben
  • gewisse Mängel und Eigenheiten (Stil) tolerieren
    vorallem im Erwachsenentraining

Stufen eines Korrekturmodells

  1. Bewegungsablauf wird ausgeführt
  2. Der Bewegungsablauf wird vom beobachter wargenommen und genau beobachtet
    * Beobachtung ist geplantes, durch Hypothesen, Regeln oder Gesetzmäßigkeiten
    strukturiertes selektives Warnehmen
    * Die Beobachtung richtet sich nach den merkmalen eines korrekten Bewegungsablaufs
  3. Die einzelnen Wahrnehmungen werden gespeichert
  4. Die so gespeicherten Daten werden mit der vorhandenen Bewegungsvorstellung verglichen
  5. Nun werden Fehler (Abweichungen zwischen Ist- und Sollwert) erkannt und identifiziert
  6. Ermittlung der Ursachen für diese Abweichungen
  7. Entwurf eines Korrekturplans
    * Ermittlung des Hauptfehlers
    * Fehlerzusammenhänge herausfinden (Hauptfehler – Folgefehler)
    * Rangordnung der Fehler festlegen festlegen
    * Festlegen, welche fehler zuerst korrigiert werden müssen
  8. Umsetzung des Korrekturplans (Erklären, Vormachen, Wiederholen)

Beispiel zu den verschiedenen Vermittlungs- und Lernmethoden
Erlernen des Korblegers mit der linken Hand:

  • Wiederholung des Bekannten (Korbleger rechts)
    Übung: einmaliges Dribbling, 2er Rhythmus, Absprung, Wurf Landung
    Organisation: 2-3 Spieler pro Korb, möglichst jeder mit Ball
  • Das neue (unbekannte) erklären und demonstrieren (Lernmethode zur Vermittlung einer Bewegungsvorstellung)
    Übung wie oben (Ganzheitsmethode)
    * Sollten Probleme auftreten muß der Bewegungsablauf in Einzelteile aufgeteilt werden (Zergliederungsmethode)
    * nur das Andribbeln mit 2er Rhythmus üben
    * nur das Abspringen mit rechts üben
    * nur die Wurfbewegung mit links üben
    * => Kombination zur Gesamtbewegung

Beispiel zu den Grundsätzen der Methodik

Der Korbleger und seine Varianten

Aufbauend auf dem „normalen“ Korbleger (Rechts, 2-Kontankt, Außenhand, normaler Wurf) werden verschiedene Kombinationen geübt:

  • Rechts, 2-Kontakt, Außenhand, normaler Wurf
  • Rechts, 2-Kontakt, Außenhand, Unterhand
  • Rechts, 2-Kontakt, Innenhand, normaler Wurf
  • Rechts, 2-Kontakt, Innenhand, Unterhand
  • ...

Dies muß auf beiden Seiten geschehen und kann auch andere Anfänge (Täuschung, Kreuzschritt, Passgang) und Laufwege (normal, durch die Mitte) beinhalten.



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Tabelle
  1 Bayreuth 54
  2 Cuxhaven 53
  3 Saar-Pfalz 52
  4 Kirchheim 49
  5 Karlsruhe 49
  6 Crailsheim 46
  7 Chemnitz 45
  8 München 44
  9 Osnabrück 44
10 Jena 43
11 Heidelberg 43
12 Hannover 42
13 Freiburg 41
14 Essen 40
15 Langen 38
16 Nördlingen 37